Pferdebremse ade! Wie Du die lästigen Bremsen garantiert loswirst

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Was hilft wirklich gegen die Pferdebremsen? Fertigprodukt kaufen oder selbst etwas zusammenmischen? Wie kannst Du sie loswerden und Deinem Pferd helfen? Diese Fragen beschäftigen Pferdebesitzer weltweit jedes Jahr wieder, wenn die Pferdebremsen aus ihren Löchern kriechen. Jeden Sommer nerven sie die Pferde, sorgen für Schweif schlagen und Hufstampfen. Verständlich. Der Biss schmerzt. Dabei kann man einiges tun gegen die Pferdebiester. Die besten Tipps gegen die lästigen Pferdebremsen!

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Wie tickt die Pferdebremse?

Pferdebremsen sind eigentlich ziemlich durchdacht. Über ihre Fühler nehmen sie die Stoffe im Schweiß und Atem der Pferde und die Körperwärme wahr. Sie können bis zu 6 km/h schnell fliegen und nehmen die Gerüche über weite Entfernungen wahr. Bremsen stehen auch auf Bewegung. So erkennen sie auch ihre Opfer. Wenn sich also mehrere Pferde bewegen, dann ist das spannend für die Bremse. Je schneller sich die Pferde bewegen, desto schneller bemerkt sie die Bremse.

Frei übersetzt: Der Gruppengalopp und der flotte Trab beim Ausritt helfen der Bremse Dich und Deine Mitreiter zu entdecken.

Die Pferdebremse ist die größte unter den Bremsen und wird bis zu 2,5 Centimeter lang. Sie kommt vor allem in Mitteleuropa vor.

Pferdebremse (Foto: kulacgmx.at, CC3.0)

Auf der ganzen Welt gibt es über 3500 verschiedene Bremsenarten. Ganz schön viele. Und sie alle können stechen. Wichtig für alle Pferdebesitzer ist vor allem die Pferdebremse*.

Die wichtigsten Facts über die Pferdebremse

  • Sie ist tagsüber aktiv und brummt vor allem über Wiesen und Wälder.
  • Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto wohler fühlt sich die Pferdebremse. Das wiederum ist schlecht für Dein Pferd, denn die Bremsen ernähren sich durch Blutsaugen.
  • Der Stich einer Pferdebremse ist deutlich schmerzhafter als der Stich einer Mücke, weil ihr Mund auch größer ist.
  • Da die Bremsen von einer Futterquelle zur nächsten fliegen, können sie auch Krankheiten übertragen. Zum Beispiel Milzbrand.
  • Besonders gerne stechen die Pferdebremsen bei Kühen und Pferden zu. Da sind Bauch und der Bereich zwischen den Schulterblättern besonders beliebt, weil sie außerhalb des Pferdeschweifes liegen. Dein Pferd kann sich also besonders schlecht dagegen wehren.
  • Gerade im Sommer oder bei einem Ausritt macht sich die Bremse besonders häufig bemerkbar, weil sie geradezu magisch vom Schweißgeruch des Pferdes angezogen wird.
  • ABER: Gott sei Dank! Bremsen sind nicht gerade Schnellentwickler. Es gibt eine Bremsengeneration pro Jahr. Wenn Du sie also schnell und gut bekämpfst, dann hast Du im kommenden Jahr Glück und deutlich weniger um Dich herumschwirren.

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Die Lösung für Stall und Weide: Bremsenfallen*

Was lässt Du besser sein im Kampf gegen die Pferdebremse?

Du findest eine unfassbar große Zahl von Mittelchen und Futterzusätzen, die alle gegen die lästigen Pferdebremsen und Mücken helfen sollen. Das alles sind aber keine Wundermittel. Leider. Pferdebremsen fahren nämlich vor allem auf den Schweiß des Pferdes ab. Da hilft kaum eines der Wundermittelchen, sobald Du und Dein Pferd bei der gemeinsamen Arbeit im Sommer anfangt zu schwitzen. Schlimmer sogar: Manche Pferde reagieren sogar allergisch auf die Mittel. Es gibt sogar Fälle, wo die Haut der Pferde verätzt wurden durch die aggressive Wirkung der Supermittel und die anschließende Arbeit mit Sattel.

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DESWEGEN GANZ WICHTIG: NIE die Sattellage einsprühen. Du weißt nicht, wie Dein Pferd auf das Schutzmittel reagiert. Da wo Druck ist, kann es Reibung geben und das wiederum kann zu schlimmen Folgen führen. Bis hin zu Hautverätzungen.

Hier gibt es einen spannenden Artikel zum Thema „Biologisches Insektenmittel“ von Herzenspferd.de

Achtung auch bei Knoblauch. Er gilt als altes Hausmittel gegen die Insektenplage. Viele Pferdebesitzer füttern deswegen ihr Pferd mit Knoblauch. Das ist an sich noch nicht falsch. Auch wenn es keinerlei Beweis dafür gibt, dass es hilft. Aber Du darfst nicht zu viel davon füttern. Wenn es also nicht wirkt, dann bitte nicht die Dosis ständig erhöhen. Viel hilft nicht viel. Schlimmer noch, zu viel und auch noch dauerhaft gefütterter Knoblauch kann eine vergiftende Wirkung haben.

Was hilft wirklich gegen die Pferdebremsen?

Ein Test bei menschlichen Anti-Mücken-Mitteln hat zum Beispiel ergeben, dass nur etwa die Hälfte der Handelsüblichen Mückenmittel wirklich gegen die Biester hilft. Egal ob Spray, Gel oder eine Lotion. Testsieger war übrigens „Anti Brumm Forte“. Das Spray hält Mücken relativ zuverlässig von Menschen fern. Nur bleibt noch zu testen, ob Anto Brumm Forte auch für Pferde verträglich ist. Es gibt natürlich auch extra für Pferde entwickelte Antimittel* gegen die Pferdebremsen. Darauf würde ich als erstes bauen, wenn Du ein Mittel für Dein Pferd suchst.

Außerdem auf Fliegendecken und Ekzemerdecken*. Letztere sind so dick, dass die Pferdebremse nicht zu Deinem Pferd durchkommt.

Die TOP 9 Tipps gegen Pferdebremsen

TIPP 1: Viele empfehlen „Bremsenfrei“ von Dr. Schätte*. Es duftet nicht gerade wie eine Blumenwiese, aber es soll sehr gut helfen. Du musst es eine Viertelstunde vor der Arbeit mit Deinem Pferd anwenden. Auf dem Pferd natürlich.

TIPP 2: Weitere Marken, die oft empfohlen werden sind Mira und Leovet*. Oder Equirepell* von Virbac. Das sind Mittel, die Du kurzfristig auftragen kannst, wenn Du Ausreiten oder mit Deinem Pferd arbeiten willst. Danach einfach wieder abduschen und Dein Pferd vielleicht sogar mit Essigwasser abreiben. Auch das mögen die Biester nicht

TIPP 3: Ein Tipp ist auch „Wellcare“*. Es ist der einzige wirklich am Pferd geprüfte Wirkstoff in Deutschland. Enthalten ist das sogenannte Permethrin.

Du musst es alle zwei Wochen mit einem Tuch oder einem Schwamm auf dem Pferd auftragen. Das Pferd darf in der Zwischenzeit nicht naß werden, weil das Mittel sonst abgewaschen wird. Sollte es in der Zwischenzeit regnen oder Dein Pferd nass werden, musst Du warten bis die zwei Wochen vergangen sind.

Denn – ACHTUNG – es hat auch einen guten Grund, warum Wellcare nur alle zwei Wochen aufgetragen werden soll. Es ist ein Insektizid und es muss von der Leber abgebaut werden. Deswegen darfst Du es nicht ständig auftragen sondern musst die Wartezeiten dazwischen abwarten.

TIPP 4: Fliegendecken* und Fliegenmasken* bieten wirklich Schutz gegen die Biester. Aber sie müssen dem Pferd wirklich gut passen. Denn es soll seinen Tag auf der Weide ja ganz und gar genießen können. Schlecht sitzende Decken können scheuern und dem Pferd so wunde Stellen verpassen

TIPP 5: Repellents heißt übersetzt „Schreckstoffe“. Sie sollen die Plagegeister abschrecken. Das sind Spezialsprays gegen die Bremsenplage oder gegen Fliegen und Stechmücken. Sie sind meist chemisch und mehr oder weniger stark giftig. Sie können bis zu sechs Stunden Wirkung zeigen. Ihre Wirkung wird aber bei hoher Feuchtigkeit vermindert. Wenn also zum Beispiel die Luft sehr feucht ist oder Dein Pferd stark schwitzt. Allerdings haben sie alle Nebenwirkungen und sollte am liebsten gar nicht oder nur wenn es gar nicht anders geht zum Einsatz kommen. Besonders bekannt und gut wirksam ist DEET (Deithyltoluamid), das sich zum Beispiel in dem Insektenabwehrmittel „No Bite*“ für Menschen befindet. Allerdings ist es sehr stark, chemisch und sollte nicht kontinuierlich über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Auch für Pferde gibt es „DEET“-haltige Abwehrsprays gegen die Pferdebremsen und Mücken. Aber sie sollten weder in die Augen noch in die Nüstern gelangen und ganz wichtig: Schwangere sollten gar keinen Kontakt mit DEET bekommen. Auch nicht beim Einsprühen des Pferdes. Das sagt doch schon einiges über die Heftigkeit dieses Mittels aus. Icaridin ist auch so ein Mittel, allerdings ist es etwas weniger Aggressiv als DEET: Dann gibt es noch EBAAP, das vor allem gegen Bremsen und Stechmücken helfen soll. Es soll weniger wirksam sein als DEET*, aber auch weniger giftig.

TIPP 6: Eine sanfte Alternative zu den chemischen Keulen sind die pflanzlichen Sprays*

TIPP 7: Sehr hautverträglich und für das Pferd am angenehmsten ist das Waschen mit Obstessigwasser. Es beugt vor, weil die Pferdebremsen den Geruch nicht mögen. Gleichzeitig hilft es aber auch den Juckreiz bei den vorhandenen Stichen zu minimieren und sie heilen schneller ab*

TIPP 8: Die Bremsen lieben den Pferdeschweiß. Umso weniger das Pferd also schwitzt, um so weniger Angriffsfläche bietest Du den Bremsen. So viel Verzicht das auch sein mag, aber wenn Du in der Bremsen-Hochzeit vor allem im Schritt ausreitest, wirst Du damit auch einige der Bremsen los. Sie entdecken Dich und Dein Pferd nämlich gar nicht erst.

TIPP 9: Biomittel gegen die Pferdebremse oder auch Homöopathie. Apis wird gerne genutzt gegen die Insektenstiche. Es hilft gegen die Schwellung Deines Pferdes an. Dann gibt es noch „Urtica Urens*“ oder „Calendula*“. Da alles kann äußerlich aufgetragen werden. Am Besten befragst Du dazu den Tierheilpraktiker Deines Vertrauens. Wenn Du das ganze unterstützen möchtest, kannst Du zusätzlich Gel mit Aloe Vera auftragen, denn das hat eine kühlende Wirkung. Oder Heilerde*, die auch kühlend wirkt und mit den enthaltenen Mineralstoffen auch entzündungshemmend

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