So ticken Mücken! Alles was Du über die Plagegeister wissen musst

Stall Sommer

Jeden Sommer kommen sie wieder. Sie sind eine Plage an jedem Stall und auf jeder Weide. Mücken. Pferde sind gestresst von den Plagegeistern. Sie schlagen mit dem Schweif und zucken mit ihren Muskeln. Es gibt Pferde, die sich auch immer mehr aufregen und regelrecht reinsteigern. Und es soll Pferde geben, bei denen sorgen die Plagegeister dafür, dass der Reiter auf dem Boden landet, während sie vollkommen gestresst nach Hause zum Stall galoppieren.

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Der ganze Stress nur wegen einer einzigen Mücke

Wieso nur wegen einer einzigen Mücke? Weil nur die Weibchen stechen und Blut saugen. Wenn ein ganzer Schwarm vorbeifliegt sind auch Männchen dabei. Dann sind die Bremsen und Mücken aber mit der Paarung beschäftigt. Kurz: Sie haben gerade Mückensex und deswegen keine Zeit fürs Essen. Eine einzelne Mücke oder Bremse könnte aber ein hungriges Weibchen in Futterlaune sein. Das wissen die Pferde mit ihren Instinkten und scheuen deswegen eher als bei einem ganzen Schwarm.

Mückensex und Bremsenstich

Nach dem Sex wollen die Weibchen nämlich Essen, um dann die Eier entwickeln und legen zu können. Sie brauchen Eiweiß und das finden sie im Pferdeblut. Du weißt ja, wie hungrige Frauen sein können. Sie schauen nicht nach rechts und links, sie stürzen sich auf das Essen. Im Fall von Mücken heißt das: Alles was nach Ammoniak, Schweiß, Kohlendioxid riecht ist spannend.

Heißt also frei übersetzt für den Stall:

  • Je mehr Pferdeäpfel,
  • je mehr Unsauberkeit,
  • je mehr schwitzende Pferde die nicht sauber geduscht wurden nach dem Ritt

…desto mehr hungrige triebgesteuerte Insektenweibchen werden glauben, dass da eine Mahlzeit auf sie wartet. Sie kommen auf der Suche nach stechbaren Tieren und Menschen.

Nach dem Stechen, kommt die Eiablage. Die legt das Weibchen in stehende Wasserstellen oder dorthin wo bald eine sein wird.

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Der 7. Mückensinn

Mücken und Bremsen haben den Regeninstinkt. Sie ahnen wo eine Wasserstelle entstehen wird. Naht also Regen, ist das Weibchen noch aggressiver und will noch schneller Sex haben und Fressen, um die Art zu erhalten.

Frei übersetzt heißt das: Bei Regenwetter besser nicht reiten und alles dicht machen und am besten auch keine Bäche, Tümpel oder kleine Pfützen tolerieren, wenn es geht. Oder die beliebte Regentonne und sogar die Pferdetränke sind wunderbare Brutplätze für die Insekten.

Was noch hilft?

Dein Pferd hat seinen Schweif nicht einfach so als hübsche Dreingabe bekommen. Es braucht ihn, um die lästigen Pferdebiester zu vertreiben. Vielleicht verzichtest Du im Sommer lieber darauf den Schweif einzuflechten. Es ist der natürlich Mücken- und Fliegenschutz für Dein Pferd.

Also bitte: Den Stall immer wieder auf Larven überprüfen und gut reinigen. Zum Beispiel mit Obstessigwasser* oder anderen Umweltverträglichen Desinfizierenden Mischungen.

Dann haben Bremsen und Mücken keine Chance.

Übrigens: Bei Kultreiter gibt es auch tolle Tipps zum Thema „Insektenschutz“.

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2 Comments
  1. Carina 3 Jahren ago

    Das Mücken und andere Viecher von Schweiß angelockt werden ich ja wie beim Menschen. Aber sind die Plagegeister nicht meistens am Kopf? Da duscht man das Pferd ja nicht unbedingt..

    • Author
      Petra 3 Jahren ago

      Nein nein, die Plagegeister sind auch wahnsinnig gerne an der Bauchnaht, an der Brust und an den Weichteilen. Letztere sollte man auch nicht Duschen 😉 Aber die ersten beiden kann man sehr gut auch mal duschen gegen den Schweißgeruch und um die alten Sprays abzuwaschen, bevor man neu nachsprüht. Ich würde dir da also widersprechen 🙂 Liebe Grüße, Petra

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