Oh Gott, Herbstgrasmilben! Wie Du Dein Pferd richtig wieder gesund pflegst

herbstgrasmilbe

Herbstgrasmilben sind, wie der Name im Grunde schon sagt, Herbsttierchen. Sie kommen vor allem im Herbst vor. Dann wenn die Ernte ansteht. Es gibt Pferde, die auf die Larven der Herbstgrasmilben allergisch reagieren. Sie bekommen dann offene Wundstellen und fiese Pusteln*

Wo gibt es Herbstgrasmilben?

Die Herbstgrasmilben gibt es vor allem in Süddeutschland, aber sie kommen natürlich auch in den anderen Teilen Deutschlands ab und an vor. Die Pusteln kommen an den Beinen der Pferde vor, manchmal auch rund um das Pferdemaul. Das sieht ein bisschen aus wie die Mauke*

Mehr zur richtigen Fütterung und zur Mauke findet ihr bei „Kräuter fürs Pferd“

Wo sitzt die Herbstgrasmilbe?

Deswegen Maul und Beine, weil die Larven der Herbstgrasmilbe aus dem Erdboden schlüpfen und sich sogenannte Wirte suchen. Also Tiere und sogar Menschen, bei denen sie sich einnisten können, bis die Milbe fertig ist.

Herbstgrasmilbe (Foto: bugboy52.40, CC4.0)

 

Sie sitzen parat auf den Grashalmen und lassen sich dann im vorbeilaufen am Pferd nieder. Sie sind winzig, Du wirst sie also nicht erkennen können. Dann beißen sie sich in die Haut und sondern ihre Spucke ab. Die Spucke wiederum sorgt dafür, dass das Gewebe der Pferde, der Menschen oder des ausgesuchten Wirtes für die Milbe zu passendem Futter wird. Wenn sie dann satt sind, lassen sich die kleinen Plagegeister wieder fallen und zurück bleiben die Pusteln und offenen Wunden von ihrem Biss.

Sind die Pusteln der Herbstgrasmilbe gefährlich?

Richtig gefährlich sind sie nicht wirklich, aber unangenehm und offene Wunden können sich natürlich entzünden. Deswegen solltest Du sorgsam sein bei der Pflege Deines Pferdes.

Die richtigen Schritte zur Heilung der Herbstgrasmilben-Wunde

Wenn Du solche Pusteln rund um die Pferdefesseln entdeckst oder am Pferdekopf, dann ist voraussichtlich die Herbstgrasmilbe daran schuld. Zur Sicherheit solltest Du nochmal Deinen Tierarzt fragen, um auszuschließen, dass etwas anderes der Grund sein könnte. Sollte er diese Diagnose bestätigen, musst Du zu besonderen Pflegemaßnahmen greifen, um Dein Pferd wieder zu heilen.

  • Stelle sicher, dass keine Larven mehr an den offenen Stellen und an Deinem Pferd hängen. Das kannst Du mit Insektiziden machen. Du kannst aber auch Obstessig oder eine Salzlösung verwenden um vorhandene Larven endgültig ins Nirvana zu schicken*
  • Jetzt musst Du die betroffenen Stellen liebevoll und kompetent pflegen. Kompetent heißt, dass der Juckreiz als erstes gelindert werden sollte. Dazu kannst Du zum Beispiel Spezialcremes nutzen oder Du nimmst desinfizierende und kühlende Hausmittel.
  • Dann wächst Du die betroffenen Hautstellen mit desinfizierender Seife oder einem medizinischen Shampoo ab. So werden die ganzen Keime gekillt*
  • Wichtig ist, dass Du auch etwas nimmst, das die Entzündungen mindert, die die Larven auslösen. Auch hier kannst Du Spezialcremes verwenden. Lass Dir etwas von Deinem Tierarzt empfehlen. Oder wirf einen Blick auf Hausmittel gegen Mückenstiche.
  • Zuletzt musst Du die so behandelten Stellen mit Heilgel oder einer Heilsalbe eingerieben werden. Wichtig ist auch, dass Dein Pferd dabei nicht im Regen steht oder kurz danach durch die Feuchtigkeit trabt. Denn die Wirkstoffe in den verschiedenen Gels brauchen etwas, bis sie wirken und Dein Pferd sollte sie sich nicht gleich wieder „abwaschen“*

Wie lange muss ich pflegen?

Das kann schon ein paar Tage dauern, bis das Pferd wieder ganz gesund ist. Du kannst mit knapp zwei Wochen Pflege rechnen, bis alle Hautstellen wieder verheilt sind. Du kannst auch gar nicht viel tun, um Dein Pferd dagegen zu schützen. Zumindest ist mir keine absolut wirksame Methode bekannt. Manche behaupten, dass man die anfälligen Areale, wie die Fesseln, mit Fliegenspray* einsprühen und so gegen die Herbstgrasmilben vorbeugen kann.

Ob es wirkt kann Dir keiner garantieren. Das hängt immer von jedem Einzelfall ab. Aber einen Versuch ist es wert.

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