Klein, unscheinbar, aggressiv: Sind Bakterien tödlich fürs Pferd?

Bakterien tödlich

Bakterien sind fies. Sie sind klein, aber aggressiv. Bakterien übertragen sich von Pferd zu Pferd. Sie übertragen sich aber auch von Parasiten wie Zecken oder Mücken auf Dein Pferd. Es gibt eine große Anzahl Bakterieller Erkrankungen, die Dein Pferd bekommen kann. FSME zum Beispiel oder Borreliose, Bindehautentzündungen und viele mehr. Hier erfährst du, wie Du vorbeugen kannst und wie Du das Immunsystem Deines Pferdes stärken kannst.

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Denn je stärker das Immunsystem Deines Pferdes, desto weniger Chancen haben die Bakterien*

Der beste Schutz gegen Bakterien

Erste Pflicht: Du musst das Immunsystem Deines Pferdes immer stark erhalten und der Darm sollte gut funktionieren. Der Pferdemagen und der Pferdedarm ist ein kompliziertes Ding. Pferde können nicht erbrechen zum Beispiel. Wenn sie also zuviel oder etwas falsches gefuttert haben, können sie es nicht so schnell loswerden.

So oder so kann gutes Futter Dein Pferd stark machen und schlechtes oder falsches Futter schwach. Damit ist es wieder anfälliger für Bakterien.

Bakterien tödlich

Was ist gutes Futter?

Gutes Futter ist vor allem Rauhfutter. Kräuterheu, damit der Pferdedarm ein ausgeglichenes Säure-Basen-Milieu hat*

Zuviel Kraftfutter, das schneller von den Pferden gefuttert wird als Heu, kann wiederum dafür sorgen, dass zu wenig Spucke bim Kauen mit der Nahrung vermischt wurde. Das wiederum sorgt dafür, dass der Säuregehalt im Magen steigt. Das Ergebnis: Magenprobleme, schlechteres Immunsystem. Bakterien haben eine bessere Chance.

Hier gibt’s auch gute Futtertipps: „Pferd und Futter“

Welche Bakteriellen Pferdekrankheiten gibt es?

Die Liste ist lang. Hier einige der bekannteren Krankheiten:

  1. Gebärmutterentzündung bei Stuten
  2. die Borreliose
  3. Botulismus
  4. Fohlenlähme
  5. Tetanus
  6. Rotz
  7. die gefürchtete Druse.

Rotz zum Beispiel, wird auch durch Bakterien übertragen. Du kannst die Krankheit auch bekommen. Sie macht bei Deinem Pferd nicht halt. Rotz erkennt man am Eiter an der Pferdehaut, Hals- und Lungenproblemen. Übertragen wird die Krankheit, ähnlich wie bei einer Erkältung… durch den Rotz. Dein Pferd hat Schüttelfrost und Fieber, dann läuft die Nase und die Schleimhäute röten sich. Es kann schwerer Atmen, weil Kehlkopf und Hals zuschwellen können und es bilden sich beläge und Knötchen. Es bewegt sich nicht mehr so gerne, wird müde und immer dünner. Es leidet dann auch an Durchfall. Rotz kann tödlich enden.

Hautpilz (Foto: Wikipedia, gemeinfrei)

Die Druse ist auch so eine hochansteckende Pferdekrankheit, die von den Bakterien übertragen wird. Es gibt sie leider weltweit, auch in Deutschland. Wenn ein Pferd die Druse hat, dann bekommt es gelben Nasenschleim, Fiber, will nicht mehr fressen und hat Husten. Die Bakterien sitzen vor allem in dem gelben Eiter, viele davon. Deswegen ist die Druse auch so extrem ansteckend. Manchmal befallen die Bakterien den ganzen Pferdekörper, nicht nur Hals und Kopf. Dann wird die Krankheit sehr wahrscheinlich tödlich enden. 

Wo sitzen die Bakterien?

Sie sitzen in kranken Pferden, sie sitzen aber auch im Putzzeug, im Futter, in der Kleidung des Menschen, im Wassertrog. Sie können überall sein. Deswegen ist es auch so wichtig, den Stall und das ganze darum herum immer schön sauber und hygienisch zu halten*

Wie wird das Pferd wieder gesund?

Mit Bakterien ist nicht zu spaßen. Du solltest auf keinen Fall versuchen Dein Pferd selbst zu behandeln. Ich habe ja schon geschrieben, dass bakterielle Erkrankungen tödlich enden können. Schritt 1 ist also, dass Du den Tierarzt rufst. Er sollte sich Dein Pferd ansehen und die Symptome überprüfen, im Zweifelsfall auch testen. Dann kann Dein Pferd behandelt werden.

No more Druse und andere bakterielle Krankheiten? So kannst Du vorbeugen:

  1. Immer wenn ein neues Pferd in den Stall kommt, sollte es erst einmal getrennt von den anderen stehen. Wenn es innerhalb der ersten 3 Wochen keine Symptome zeigt, kann es eingestallt werden. Wenn Du ganz sicher gehen willst, muss das neue Pferd vom Tierarzt auf Bakterien untersucht werden.
  2. Gute Stallhygiene ist wichtig
  1. Jedes Pferd sollte sein eigenes Putzzeug* besitzen, damit sie sich nicht gegenseitig so schnell anstecken können.

Rotz Putzzeug

Wundermittel fürs Pferd

Chemie mag keiner gerne, aber manchmal muss sie sein. Im Fall von Bakterien zum Beispiel. Aber Du kannst Deinem Pferd zusätzlich helfen, schneller wieder gesund zu werden. In dem Du sein Immunsystem unterstützt. Apfelessig ist so ein Wundermittel*

Hier kommt das Rezept:

Gib einfach einen klitzekleinen Schuss Apfelessig in das Futter Deines Pferdes. Vermutlich wird es den Geruch lieben. Pferde mögen ja auch Äpfel. Wenn das Pferd das Futter verschmäht, braucht es den Essig wohl nicht. Wenn es aber begeistert frisst, sagt sein Körper, dass er sich über die antibakteriell und basisch wirkenden Stoffe des Apfelessig freut.

Aber Achtung: Das Ganze ist eine Kur. Es ist super so eine Kur 8 Wochen lang durchzuziehen. Aber bitte nicht das ganze Jahr durchgängig.

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